Panamericana

Nach vier Tagen Nebel und Regen auf hoher See, während derer wir die Fiordlandschaft mehr erahnen als bewundern konnten, treffen wir in Puerto Montt ein. Dort bleiben wir nur solange, bis wir uns wieder an den festen Boden gewöhnt haben und brechen dann ins Gebiet «Los Lagos» auf. Das Wetter scheint uns nach all den Regentagen wieder gutgesinnt. Bei Sonnenschein umradeln wir die ersten Seen, die in einer vertrauten grünen Landschaft mit hübschen Gehöften liegen - chilenische Schweiz. Das einzige, was nicht zum heimatlichen Bild passt, sind die Vulkane, unter ihnen der Osorno und der Villarica, die sich mächtig gegen den Himmel abheben - und die üblen Schotterstrassen. Anstatt in grossen Schlaufen von den Höhepunkten der Region auf feinem Asphalt immer wieder zur Panamericana zurück zu kehren, wählen wir direktere Nebenpisten. Die allerdings sind so toll geschottert, dass man sie getrost als Zuglinien auf der Karte einzeichnen könnte - fehlen nur noch die Geleise.
Bei diesem strahlenden Wetter stecken wir das locker weg und rollen am dritten Tag in Panguipulli ein und am vierten bei Regen wieder hinaus. Zu früh gefreut! Die chilenische Regenzeit feiert ihr Comeback. Das einzige, was uns jetzt antreibt, sind die nahen Thermalquellen, denn dort lassen sich die angesagten Regentage sicher besser überbrücken als irgendwo im Matsch. Bis zum heissen Wasser schaffen wir es allerdings nicht mehr und bleiben an diesem Tag kalt gebadet in Conaripe sitzen. Da es pausenlos schüttet, lassen wir uns zwei Tage später von einem Bus die zwanzig Kilometer bergauf zu den Termas Geometricas fahren. Vierzehn in eine enge Schlucht gebaute Steinbecken, zwischen Farnwedeln, Moos und Wasserfällen halten uns den ganzen Tag im dampfenden Wasser. Am Abend wird uns die Cafeteria als Schlafplatz angeboten und so bekommen wir die einmalige Chance mutterseelenallein bei Kerzenlicht bis nach Mitternacht in den Thermen zu baden und uns anschliessend neben dem prasselnden Kaminfeuer in den Schlafsack zu kuscheln - Wahnsinn!

Am nächsten Tag wecken uns die ersten zaghaften Sonnenstrahlen und nach einem heissen Morgenbad machen wir uns an die Durchquerung des Parque Nacional Villarica auf einer Sommerpiste, die nach den starken Regenfällen für Fahrzeuge unpassierbar geworden ist. Schiebend kommen wir mit unseren Velos aber überall durch. Zauberhafter Wald aus mächtigen Aurakarienbäumen ist die Belohnung für die Anstrengung. Die uralten, flechtenverhangenen Baumriesen versetzen uns in Staunen.
Ein guter Entscheid, diese Nebenpiste und so wählen wir auch für die Weiterreise von Currarehue eine unbefestigte Strasse. Durch die Cordillera führt sie nach Cunco und umfährt dabei die Touristenzentren Villarica und Pucon. Leider trommelt der Regen bereits in der Nacht wieder aufs Zelt und auch am nächsten Tag giesst es ohne Unterlass. So viel Wasser erträgt die Erdpiste schlecht und wir noch schlechter. Per Autostopp gelangen wir in die nächsten Thermen, doch irgendwann haben auch wir vom Baden genug. Jetzt hilft nur noch Schokolade - Unmengen von Schokolade!

Die Termas de San Sebastian sind nicht mehr als ein natürlicher Badetümpel auf der Alpweide einer Bergbauernfamilie. Wir bekommen ein kleines Zimmer in ihrer Hütte, doch trotz der Nähe kommen wir nicht so recht in Kontakt mit unseren Gastgebern. Die Eltern sind verschlossen und nur das etwa siebenjährige Mädchen Anita zeigt eine scheue Neugier. Am Abend des zweiten Tages winken wir es zu uns, schenken ihm ein Glarnertüchli und erzählen dazu die Geschichte vom Schellenursli. Mit glänzenden Augen bedankt sich Anita, das Tüchli fest an sich gedrückt. Wenige Minuten später steht sie mit ihrem Teddybär wieder in unserem Zimmer. «Es un regalo para ustedes», sagt sie und legt uns den Teddy in die Arme. Wir sind sprachlos. Es ist das Prinzip des Gebens und Nehmens, kein Geschenk, keine Einladung ohne Gegengeschenk. Ein simples, uraltes Gesetz, dem wir schon früher etwas ratlos gegenüber standen. Welches Kind käme bei uns schon auf die Idee seinen heissgeliebten Teddybär zu verschenken um seine Dankbarkeit zu bezeugen? Zuerst spielen wir noch mit dem Gedanken, den Bär à la Felix mit auf die Reise zu nehmen, um ihn dann von irgendwoher zurück zu schicken. Aber dann kommt uns in den Sinn, dass die Familie wohl keinen Postanschluss besitzt. Als nach zwei Tagen die Regenfront von einem kräftigen Fönwind davongeblasen wird, ziehen auch wir aus den Bergen ab. Der Teddy bleibt mit einem Briefchen an Anita im Zimmer zurück, obwohl wir wissen, dass wir so wohl gegen jegliche Höflichkeitssitten verstossen. Wir finden aber einfach, dass das Glarnertüchli das wohl einzige Spielzeug des Mädchens nicht aufwiegen kann.

Der Fönwind bläst drei Tage und mit ihm kommt der Sommer. Unter eisgekrönten Vulkanen und vorbei an stillen Lagunen radeln wir bis Melipeuco. Dort treffen wir auf einen Tourenradler der speziellen Sorte. Erstens ist es ein Chilene, zweitens besteht seine Ausrüstung aus einer halbvergammelten Schaumstoffmatte und einem wasserdichten Fass und drittens macht er uns weis, von Santiago bis hierher vier Monate gebraucht zu haben. Wir staunen! Er empfiehlt uns nicht den Weg durch den Conguillionationalpark, sondern den Umweg über Icalma und Lonquimay zu fahren. Die Strecke sei nicht nur «bonito», nein sogar «hermoso». Von dort gehe es dann bis Los Angeles alles dem Rio Biobio entlang. Tönt vielversprechend, zumal wir so den Flusslauf runterrollen und wieder ein Stück der Panamericana einsparen können. Da auf unserer Karte ein grosser Teil dieser Piste fehlt, fragen wir drei Mal nach, ob der Weg denn gut fahrbar sei. Ja klar, die Piste sei ausserordentlich gut, einmal steige sie zwar stark an, doch die anschliessende Abfahrt sei ein toller Adrenalinkick «adrenalino a cientodiez». Wir freuen uns und machen uns sogleich auf den Weg in die Berge. Der zehn Kilometer lange Anstieg nach Icalma durch ein vom Holzschlag geschädigtes Gebiet versetzt unserem Enthusiasmus erstmal einen Dämpfer, dann wird es landschaftlich aber wirklich schön. Das trockene Steppengras verpasst den Araukarien, die wir bis jetzt eher in dichtem Wald angetroffen haben, einen ungewöhnlichen Rahmen.
Auf der weiten Hochebene an der Laguna de Galletue kampieren wir bei einer der Mapuchefamilien, die hier leben. Ein lauschiges Plätzchen, weiter oben ist es aber mit der Idylle bereits wieder vorbei. Nur noch Strünke der mächtigen Aurakarien stecken im Boden. Die bewaldeten Hügel, die die Hochebene begrenzen, sind abrasiert, die Stämme wohl schon längst in einem der zahlreichen chilenischen Holzöfelchen verfeuert. Was bleibt den Menschen hier auch anderes übrig? Das Holz ist schnelles Geld, an einem Ort, wo es kaum andere Einkommensmöglichkeiten gibt. So treffen wir auf eine gegensätztliche Landschaft, die durch den Kontrast der prunkvollen Häuser weiter südlich zu den armseligen Hütten am See noch verstärkt wird.

An Chiles Wahltag radeln wir in Lonquimay ein. Die Strassen sind belebt von den Leuten, die sich aus den abgelegensten Tälern zu diesem gesellschaftlichen Ereignis hier eingefunden haben. Es herrscht Volksfeststimmung. Jeder ist stolz, etwas zur Politik beitragen zu dürfen und so ist die hohe Wahlbeteiligung kaum erstaunlich in einem Land, das noch vor kurzer Zeit von der Militaerjunta beherrscht wurde. «Progresar, crecer, mejorar» sind nicht nur auf Wahlplakaten wichtige Schlagwörter geworden. Frauen kandidieren für die Wahl und unter dem Motto «Acercando a la gente» werden selbst die entlegensten Schulen mit Internet ausgerüstet und unermüdlich Wege ausgebaut. Auf einer solchen Erschliessungsstrasse machen wir uns nach einer längeren Mittagspause zum Biobio auf.
Zuerst folgt die Piste auch wie erwartet dem Fluss, doch dann beginnt ein kräftezehrendes Rauf und Runter. Der Strasseningenieur wurde wohl hier wieder einmal pro Höhenmeter bezahlt. Das erste Mal skeptisch werden wir, als uns ein paar Carabinieri anhalten und erzählen, dass wir weiter vorne die Velos dann für vier Kilometer hoch schieben müssen, weil die Strasse so steil ansteige. Das zweite Mal schauen wir etwas stutzig, als uns ein wandernder Tessiner entgegen kommt. Uns käme ja nie in den Sinn einfach eine Strasse abzulatschen! Das Rätsel löst sich als wir dreissig Kilometer weiter feststellen müssen, dass eben doch unsere Karte stimmt und nicht die Aussage des chilenischen Radfahrers. Strassenqualität ist immer Ansichtssache, doch wir sind uns einig, dass der Chilene für den folgenden Bergwanderweg wohl noch etwas mehr als nur «Adrenalino» intus hatte. Wir verstehen nun auch bestens seine Reisezeit von vier Monaten.

Wir sind ziemlich fertig als wir nach zwei Stunden Schiebearbeit wieder auf eine gut ausgebaute Piste stossen. Entlang eines brandneuen Stausees führt sie uns durch eine unglaublich schöne Wald- und Berglandschaft zurück zum Asphalt. Die achtzig Kilometer zur Panamericana sind ein Kinderspiel. Die Traumstrasse
vieler Radler bringt uns rasch weiter nordwärts. In dieser Region ist sie zur Autobahn ausgebaut, doch mit breitem Seitenstreifen und abwechslungsreicher Landschaft angenehmer zu fahren als erwartet. Tapfer halten wir uns an die 120er Schilder -allerdings nicht pro Stunde, sondern pro Tag. Obwohl wir schnell vorankommen, brauchen wir für die Strecke nach Valparaiso doch länger als erwartet. Eine Magenverstimmung legt Ivo für zwei Tage flach und auch die fröhlich blinkenden Weihnachtsbäumchen an den Tankstellen können nicht über die Hitze hinwegtäuschen, die uns zu immer zeitraubenderen Siestas zwingt. Am 20. Dezember rollen wir auf einer achtspurigen Autobahn in Valparaiso ein. Ein haarsträubender Nervenkitzel - eigentlich wollten wir ja das Verkehrschaos von Santiago umfahren und die Weihnachtstage mit einer kühlenden Meeresbrise verbringen. Scheinbar ist uns nur das eine geglückt.

Wir sind müde, doch die Hügelstadt Valparaiso zeigt kein Erbarmen mit uns. Nach einer ausgedehnten Hotelsuche mit Treppensteigen und Liftfahrt landen wir schliesslich im Hospedaje eines Franzosen - «la bicyclette». Giles ist ein Velonarr und jedem Radler, der es bis hierher schafft, gibt er seine tolle Unterkunft zum halben Preis. Wir haben Glück und erhalten das schönste Zimmer mit Erker und Ausblick über die Stadt. Am nächsten Morgen schlafen wir aus, denn es gibt Frühstück bis zwölf und das kommt uns doch sehr entgegen. Ohne Velos ist es dann auch leichter die Altstadt Valparaisos zu erkunden: Ein UNESCO-Kulturerbe, viele verwinkelte Gässchen und verlotterte Häuser, die über die zahlreichen Hügel verstreut liegen. Endlose Treppen und kleine Standseilbahnen (Acensores) verbinden die Cerros mit dem Plano, dem verkehrsreichen und etwas schmuddeligen, flachen Hafenteil der Stadt. Dort rollen die grünen Oldtimer-Trolleybusse und verstopfen zusammen mit den kleinen Micros die engen Gassen. In den Hügeln merkt man von all dem wenig. Es ist das Reich zahlreicher Studenten, Künstler und Bohemiens, und diese Stimmung strahlt von den buntbemalten Häusern wider. Uns erinnert das Ganze an den Film «Moulin Rouge». Eine solche Atmosphäre muss zur Blütezeit dieses verruchten Tanzcabaretts in Paris geherrscht haben. Zwei estudiantes, die uns vom Fenstersims mit einem Gläschen «Absinth» zuprosten, vervollkommnen das Bild. Uns ist es von der ersten Minute an wohl - nicht wegen der estudiantes, sondern wegen der gemütlichen Cafes und der besonderen Atmosphäre. Im Cafe Vinillo hat sich sogar beim Koch das Künstlerische eingeschlichen. Wir lassen uns dort an einigen Abenden von seinen kreativen Menus verführen: Hühnchen mit Kaffeesauce und einem pikant gewürzten Linseneintopf, zum Nachtisch ein süsses Olivenmousse. Was schrecklich tönt, aber wunderbar schmeckt ist eine genüssliche Abwechslung zu Spaghetti, Mais und Reis, unserer alltäglichen Radlerküche.

Valparaiso ist alt, viele erkennen in der Stadt Lissabon oder Venedig wieder. Für uns ist sie einzigartig und hält keinem Vergleich stand. Pablo Neruda, chilenischer Nobelpreisträger in Literatur hat hier einige seiner berühmten Gedichte geschrieben. Wir besuchen sein Haus, das heute von zahlreichen Touristen bestaunt wird. Mosaikwände, kleine Stübchen und ein Sammelsurium kurioser Gegenstände vermitteln einen Hauch des Lebensstils und der Vorlieben des Dichters. Von der Schreibstube hat man eine gewaltige Aussicht über die Bucht. Von hier aus hätten es vielleicht auch wir zu ein paar schwelgerischen Zeilen Lyrik gebracht. Doch Angesichts der namhaften Konkurrenz lassen wir es diesmal lieber bleiben.
Valparaiso ist ein Fundus an Fotomotiven, so versuchen wir uns lieber als Fotografen. Dies geht lange Zeit auch recht gut, bis wir uns am Weihnachtstag in den Cerro Cordillera nahe des Hafens verirren. Vielleicht haben wir die Warnungen zu wenig ernst genommen, vielleicht sind wir auch durch das lange zwischenfallslose Reisen durch Südamerika etwas unvorsichtig geworden. Auf jeden Fall entreissen uns zwei Männer in einer blitzschnellen und gekonnten Aktion unsere Digitalkamera und verschwinden in den verwinkelten Gassen. Die hinzugezogenen Carabinieris sind zwar wie immer äusserst hilfsbereit, aber spätestens als sie sich erkundigen, wie man Suiza schreibt, ahnen wir, warum solche Überfälle im letzten Jahr in Valparaiso zur Tagesordnung geworden sind. Die Inkompetenz der Polizei, die hohe Arbeitslosigkeit in der Hafenstadt und die Tatsache, dass seit einigen Jahren immer mehr Touristen Geld und Wertgegenstände spazieren führen, verleiten Jugendliche zum Diebstahl. Der Schreck sitzt tief, obwohl die Kamera schnell ersetzt ist. Noch Tage darauf zucken wir bei rennenden Passanten zusammen. Dieses Erlebnis und eine etwas unangenehme Belgierfamilie mit Alkoholproblemen, die uns und Giles die Weihnachtszeit vergrault, veranlassen uns Valparaiso vorzeitig zu verlassen. Nachdem wir unsere Velos überholt und die zwei angerissenen Wechsler mit Topersatzteilen aus dem Velogeschäft in Viña del Mar auf Vordermann gebracht haben, geht es weiter.

Wir folgen der Panamericana Richtung Norden, immer in Küstennähe, auf dem breiten Seitenstreifen der gut ausgebauten Carretera, begleitet vom kühlenden Küstennebel, der sich meist erst am Nachmittag auflöst. Obwohl die Strecke kein landschaftlicher Höhenflug ist, bietet sie uns doch mehr Abwechslung und vor allem angenehmerere Temperaturen, als wenn wir schon bei Mendoza die Anden überquert und dann die argentinische Pampa hochgeradelt wären.

Auch wenn wir wieder auf einer Fernstrasse unterwegs sind, ist es doch schwieriger einen Übernachtungsplatz zu finden, als dies auf der Ruta 3 in Argentinien der Fall war. Oft denken wir wehmütig an die praktischen Postos zurück, die uns jeweils am Abend Zeltplatz und warme Duschen beschert haben. Auf der Panamericana landen wir öfters in einem einfachen Hospedaje als in unserem Zelt. Einmal treffen wir es abends aber auf die Kontrollstelle von Carabinieris. Als wir nach einem Zeltplatz fragen, werden wir freundlich zum Duschen in ihrem Gebäude eingeladen. Zum Zelten müssen wir aber die Strassenseite wechseln. Wir versuchen gar nicht erst, die Situation zu verstehen. Froh über die Freundlichkeit und unerwartet sauber stellen wir unsere Behausung hinter der zugewiesenen Baracke auf.

Die Chilenen im Norden erscheinen uns aufgeschlossener als im Süden. Endlich begleiten uns wieder Hupkonzerte und wir kommen mit Winken fast nicht nach. Etwas verdutzt über die plötzliche Offenheit sind wir, als ein zerbeulter schwarzer Wagen anhält und die Fahrer uns eine Flasche Kiwisaft und eine Tüte Sandwiches überreichen. Einfach so, aus der Freude, dass wir mit dem Fahrrad in ihrem grossartigen Land unterwegs sind. Diese Freude können wir nur teilen (wir erfahren erst später, dass auf diese Weise schon Radfahrer mit Narkotika zum störungsfreien Ausrauben betäubt worden sind).
Am Neujahrsabend erreichen wir La Serena: Ausgangspunkt für unsere erste grosse Andenüberquerung. Weiter in den Norden Chiles hochzufahren, kommt nicht in Frage, denn die zahlreichen Kakteen und die Landschaft, die nun auch zu trocken für den Küstennebel geworden ist, sind ein deutliches Signal: Die Atacamawüste ist in greifbare Nähe gerückt und von ihr wollen wir uns lieber fernhalten.

2. Januar 2006 - 8550 Kilometer